Sicher feiern – wichtiger Schutz vor K.O.-Tropfen

26.11.2020
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Ein Gedanke der Angst macht – bei einem Barbesuch träufelt ein Unbekannter K.O-Tropfen in ein Getränk. Sexualstraftaten oder Diebstähle sind die Folgen, die wehrlose Opfer später bewältigen müssen.

Wichtig ist ein effektiver Schutz vor der Droge und besondere Achtsamkeit bei ausgelassenen Feierlichkeiten.

Einem Bericht der „Pharmazeutischen Zeitung“ zufolge sind die Tropfen geschmacksneutral und geruchlos. Schon wenige Stunden nach der Einnahme ist die Substanz nicht mehr im Körper nachzuweisen.

Aufputschende und enthemmende Wirkung

Die K.O-Tropfen bestehen aus Gamma-Hydroxybuttersäure GHB oder Gamma-Butyrolacton GBL, oft sind auch Ketamin oder Benzodiazepine enthalten. GBL ist eine bekannte Partydroge, die auch als „Liquid Ecstasy“ konsumiert wird. Eine kleine Dosis wirkt oftmals nur aufputschend, bei der Einnahme einer höheren Dosis kann das Opfer für bis zu vier Stunden bewusstlos werden.

Hohe Dosierung führt zur Bewusstlosigkeit

Nachdem die Tropfen eingenommen wurde, dauert es ungefähr eine halbe Stunde, bis sich erste Wirkungen zeigen. Euphorie, Schwindel oder Hemmungslosigkeit können auftreten, die Betroffenen wirken angetrunken. Bei einer höheren Dosierung sind motorische Probleme oder eine Bewusstlosigkeit, die Dritte im schlimmsten Fall ausnutzen, denkbar.

Getränk niemals aus dem Auge lassen

Die Gefahr, dass jemand unbemerkt K.O.-Tropfen in ein Getränk gibt, ist leider überall gegeben. Vor allem in Clubs oder Diskotheken sollten Besucher wachsam sein. Wichtig ist, dass eigene Getränk niemals unbeaufsichtigt abzustellen, sondern stets im Blick zu haben. Ein offenes Getränk von Fremden sollte keinesfalls angenommen werden. Gefährlich ist es vor allem dort, wo ausgelassen und mit Alkohol gefeiert wird. Wer in einer Gruppe unterwegs ist, sollte auf Freunde und Freundinnen achten.


Lssen Sie Ihr Getränk niemals aus den Augen. (Bild: Mooi Design – shutterstock)


Wer sich an der Bar ein Getränk bestellt, sollte es auf jeden Fall selbst entgegennehmen. Danach heißt, das Glas so lange im Auge behalten, bis es ausgetrunken ist. Bei Schwindel oder Unwohlsein sollten sich Betroffene direkt an ihre Freunde oder das Personal wenden und um Hilfe bitten. Alkohol kann die Wirkung der K.O-Tropfen erheblich verstärken, wichtig ist es also, den eigenen Alkoholkonsum zu beachten und rechtzeitig mit dem Trinken aufzuhören.

Besteht der Verdacht, dass K.O.-Tropfen eingenommen wurden, sollten Betroffene sich direkt an ein Krankenhaus wenden oder die Polizei rufen. Der Vorfall sollte zudem zur Anzeige gebracht werden.

Teststreifen zum Nachweis der K.O.-Tropfen

Im Handel gibt es inzwischen ein K.O-Tropfen-Schutzarmband oder andere Schnelltests, mit denen sich die gefährliche Substanz nachweisen lässt. Es reicht aus, etwas Flüssigkeit auf das Armband zu träufeln. Ist eine schädliche Substanz enthalten, färbt sich das Testfeld blau.

 

Beitragsbild: Monkey Business Images – shutterstock


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