Teambuilding-Events – der Erfolg ist entscheidend

02.04.2015
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Werden in einem Unternehmen Teams neu zusammengesetzt oder gibt es bei der Zusammenarbeit Probleme, dann ist oft Teambuilding angesagt. Darunter werden allgemein Massnahmen verstanden, die dazu beitragen sollen, dass ein Team funktioniert. In diesem Zusammenhang kommen oft Teambuilding-Events zum Einsatz. 

Ein Teambuilding-Event ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Das sollte nicht vergessen werden, wenn es darum geht, eine solche Veranstaltung zu organisieren. Es gibt am Markt eine Vielzahl von Event-Anbietern, die einen bunten Strauss an Teambuilding-Möglichkeiten offerieren. Oft scheint es dabei mehr um Originalität als um Zielerreichung zu gehen.

Breites Angebot für Teambuilding-Events

Die Bandbreite solcher Team-Events ist gross: Iglu-Bau, gemeinsame Boots- oder Flossfahrten, Aufenthalte in der Wildnis, Klettertouren, Hüttenwanderungen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Die Liste liesse sich beliebig verlängern. Manchmal ist auch nicht ganz klar, ob es sich mehr um Teambuilding oder um ein Incentive handelt. Tatsächlich können die Grenzen fliessend sein.

Das Ziel des Teambuilding-Events im Blick behalten

Es ist daher hilfreich, sich zunächst noch einmal das eigentliche Ziel des Teambuilding zu verdeutlichen: Teamentwicklung bedeutet aktives, systematisches Handeln, um die Funktionsfähigkeit eines Teams nicht dem Zufall zu überlassen, sondern gezielt zu unterstützen. Dabei geht es vor allem darum, die Kooperationsbereitschaft in der Gruppe zu fördern und den Teamgeist – das auf eine gemeinsame Aufgabe gerichtete Wir-Gefühl – zu stärken. Letztlich steht dabei immer die Arbeitseffizienz des Teams im Fokus.

Der Teambuilding-Prozess

Teams durchlaufen in ihrer Entwicklung immer wieder ähnliche Prozesse, die sich systematisieren lassen. Hierfür gibt es mehrere Modelle. Ein bekanntes ist das des amerikanischen Psychologen Bruce Tuckmann, der beim Teambuilding eingängig die Phasen Forming, Storming, Norming, Performing und ggf. Adjourning unterscheidet:

  • Forming bezeichnet die Phase der Findung, in der die Teammitglieder ihre Rolle in der Gruppe erst noch suchen müssen und die Regeln der Zusammenarbeit noch unklar sind.
  • Storming: Diese Phase ist häufig konfliktär, es geht um die Klärung von Führungsrollen, Prioritäten und Zielen im Team.
  • Norming: Hier werden wesentliche Übereinkünfte und Regelungen zur Zusammenarbeit getroffen. Die Rollenfindung ist weitgehend abgeschlossen, es finden Akzeptanz und Kooperation statt.
  • Performing ist die Leistungsphase des Teams, in der der eigentliche Zweck des Teambuilding erfüllt wird. Dies funktioniert, weil die Teammitglieder in einer Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung und Akzeptanz zusammenarbeiten und sich auf die Aufgabenerfüllung konzentrieren.
  • Adjourning steht für die Phase der Auflösung des Teams, wenn das Ziel erreicht ist. Diese Phase ist vor allem bei längerfristig zusammenarbeitenden Teams relevant, bei denen die Teammitglieder nach dem Ende wieder getrennte Wege gehen.

Teamentwicklung hilft

Die Teamentwicklung unterstützt primär in den Phasen Forming, Storming und Norming. Sie hilft, Selbstfindungsprozesse von Teams zu verkürzen, um schneller in die Performing-Phase zu gelangen. Für Teambuilding existieren unterschiedliche methodische Ansätze: Coaching, Training, Workshops und Outdoor-Training.

Outdoor-Training – Teambuilding in freier Natur

Als Outdoor-Training werden dabei Trainingsmassnahmen in freier Natur bezeichnet, bei denen Erlebnisse und Eindrücke als “pädagogisches Instrument” genutzt werden und verhaltensbeeinflussend wirken. In diesem Zusammenhang kommen auch Teambuilding-Events ins Spiel. Denn ein Event als besonderes Ereignis ist immer erlebnisbildend. Dabei werden drei Typen von Trainings – oder wenn man so will: Events – unterschieden:

  • Residentials,
  • Survivals und
  • Expeditionen

Residentials finden in der Regel im Umfeld eines Seminarhotels statt. Häufig werden dabei Indoor-Trainings mit Outdoor-Übungen – typischerweise spielerischen Aufgaben – verknüpft. Hier kommen zum Beispiel Hochseilgärten, Wippen, Kletterwände, Bootsbau etc. zum Einsatz. Residentials haben häufig ein Rahmenprogramm und werden auch als Incentive eingesetzt. Das Hotel mit Übernachtung und Verpflegung setzt einen festen Rahmen.

Survivals sind Teambuilding-Events, bei denen es um die Zusammenarbeit einer Gruppe geht, um in der freien Natur zu “überleben”. Hier gibt es keine festen Aufgaben, sondern sie ergeben sich aus der Situation. Nahrungsmittel, Trinkwasserversorgung und Biwakierung müssen vom Team weitgehend ohne Hilfsmittel organisiert werden. Die Nähe zur Zivilisation bietet dabei eine gewisse Sicherheit im Rücken.

Expeditionen stellen die exklusivste und anspruchsvollste Form des Outdoor-Trainings dar. Dabei handelt es sich um länger dauernde Aufenthalte in freier Natur, bei denen neben dem “Überleben” herausfordernde Aufgaben zu bewältigen sind, zum Beispiel die Überwindung einer schwierigen Strecke, die Überquerung eines Gewässers usw. Bevorzugt werden dafür Gegenden ausgewählt, die zwar nicht ganz zivilisationsfern, aber dennoch dünn besiedelt sind, zum Beispiel das nördliche Skandinavien, die schottischen Highlands oder auch bestimmte Alpenregionen.

Die eigene Position im Team finden

Im Outdoor-Training lernen sich die Teilnehmer selbst besser kennen. Dieses gestärkte “Selbstbewusstsein” hilft dabei, die eigene Position im Team zu erkennen, zu verstehen und einzunehmen. Damit werden wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Zusammenarbeit im Team funktioniert. Teamentwicklung bedarf dabei immer eines ausgearbeiteten Konzeptes, das auf einer Ist-Analyse aufbaut und geeignete Massnahmen zur Erreichung des Teamentwicklungs-Ziels definiert. In diesem Rahmen haben auch Teambuilding-Events ihren Platz. Dabei geht es weniger um Originalität als um Wirksamkeit.

 

Oberstes Bild: © Johan Gerber – Shutterstock.com