Fliegenfischen – sportliches Hobby der besonderen Art

27.04.2015
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Kennen Sie schon Fliegenfischen? Es handelt sich um ein spannendes Hobby, das gerade an Schweizer Seen und Flüssen eine Menge Spass macht. Passionierte Fliegenfischer binden die kunstvollen Köder, die Beutetiere imitieren sollen, selbst.

Während das Angeln früher vor allem als langweilig galt, wird es heute häufig zur Meditation und Entspannung eingesetzt und soll eine Auszeit vom stressigen Alltag bieten. Verschiedene Anbieter haben spezielle Kurse zum Erlernen des einmaligen Hobbys im Programm.

Mit dem Robert-Redford-Film “Aus der Mitte entspringt ein Fluss” und dessen Geschichte rund um das Fliegenfischen wurde der Sport auch in Europa populär. Insbesondere das Zusammenspiel von Bewegung, Passion und der wunderbaren Natur macht den Sport so beliebt. Beim Fliegenfischen kommt eine besondere Wurftechnik zum Einsatz, bei der nur das Gewicht der Schnur eine Rolle spielt. In einem fliessenden Bewegungsablauf wird der Köder ausgeworfen. Es gibt verschiedene Wurftechniken wie den Überkopfwurf oder den Rollwurf. Vielerlei Schnüre ermöglichen unterschiedliche Techniken.

Grundsätzlich können fast alle Fische beim Fliegenfischen gefangen werden. Ein Blick auf Wikipedia zeigt, dass Forelle, Äsche, Saibling und Lachs zu den beliebtesten Fischen gehören. In Nordamerika, Grossbritannien und Skandinavien werden beim Fliegenfische vor allem Lachse gefangen.

In einem Kurs lernen Teilnehmer die Handhabung der Angel. In “Trockenübungen” trainieren sie zunächst gemeinsam ihre ersten Würfe, bevor es hinaus an den See oder den Fluss geht. Man unterscheidet zwischen Trocken- und Nassfliegenfischen. Beim Trockenfliegenfischen schwimmt der Köder auf der Wasseroberfläche. Hier kommen vor allem Köder zum Einsatz, die Insekten imitieren. Vor allem Fische, die ihre Nahrung von der Wasseroberfläche holen, werden auf diese Weise gefangen. Im Gegensatz dazu steht das Nassfliegenfischen, hier sinken die künstlichen Fliegen.

Doch nicht nur das Fischen selbst ist die Leidenschaft vieler Angler. Auch die kunstvolle Fertigung der Köder, das Fliegenbinden, ist eine besondere Herausforderung. Inzwischen gibt es sogar Meisterschaften im Fliegenbinden. In Workshops erlernen Interessierte die kunstvolle Herstellung der Imitationen.

Viele Fliegenfischer fertigen ihre Köder in den Wintermonaten, wenn das Fischen in der freien Natur nicht möglich ist. Wer schon einmal einen Blick auf eine umfangreiche Ködersammlung geworfen hat, weiss, wie kunstfertig die Imitationen hergestellt wurden. Nachgebildet werden alle Tiere, von denen sich die Fische ernähren, dabei handelt es sich um Insekten, Krebse oder kleine Fische. In einen Bindestock wird ein Haken eingespannt, um den mit Garn und natürlichen Materialien wie Federn oder Tierhaaren der Köder gebunden wird.

In der Schweiz gibt es in den Alpen- und Voralpengebieten zahlreiche wunderbare Bäche, Flüsse und Seen, in der Fliegenfischer ihrem einmaligen Hobby nachgehen. In diesem Sinne: Petri Heil!

 

Oberstes Bild: © Cindy Creighton – shutterstock.com


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