Die Psychologie, warum das Glücksrad in Schweizer Online Casinos so süchtig machtshutterstock 2279962943

Das Glücksrad in Schweizer Online Casinos zählt neben Roulette zu den beliebtesten Glücksspielen. Allerdings kann das Online-Glücksrad ziemlich süchtig machen. Doch warum ist das so und was macht Glücksspiel im Allgemeinen so attraktiv?

Die Anziehungskraft des Glücksrads

Seinen Ursprung hat das Glücksrad oder das „Wheel Spinner“ in der Zeit des amerikanischen Goldrausches. Allerdings reichen die Wurzeln vermutlich noch weiter zurück: Schon im Mittelalter gab es Abbildungen des Rad der Fortuna, welches der heutigen Version des Glücksrads stark ähneln. In Online Casinos gibt es verschiedene Varianten: Die Spielarten der Glücksräder variieren von Anbieter zu Anbieter.

In Casinos weltweit ist das Online-Glücksrad anzutreffen – vor allem in der Schweiz. Tatsächlich stellt es einen unersetzlichen Teil vieler Casinos dar. Doch wie funktioniert das beliebte Online-Glücksspiel überhaupt?

Zunächst machen Spieler ihre Einsätze. Der Croupier beginnt nun, das Glücksrad zu drehen. Wichtig ist, dass es sich mindestens drei und höchstens fünf Mal zur Gänze selbstständig dreht. Mit einem montierten Dorn kommt das Glücksrad zur Bremsung. Dann kommt es zum Stillstand und der Dorn zeigt das Gewinnsymbol an. Wenn der Dorn jedoch auf einem Metallstift stehenbleibt, gewinnt das vorangegangene Feld.

Insgesamt gibt es sieben verschiedene Wettmöglichkeiten:

  • Saphir
  • Amethyst
  • Topas
  • Opal
  • Smaragd
  • Rubin
  • Diamant

Jedes dieser Symbole hat einen anderen Bankvorteil. Der Bankvorteil beim Glücksrad ist übrigens um einiges höher als beim Roulette – er beträgt 1,35 % bei einfachen und 2,70 % bei mehrfachen Chancen.

Glücksräder gibt es auch im Fernsehen, sodass Zuschauer bzw. das Publikum auf ein Ergebnis oder eine Zahl tippen können. Hier kann jeder sein Glück unter Beweis stellen.

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Die Psychologie des Glücksspiels

Die wenigsten spielen deshalb Glücksspiele wie das Glücksrad, weil große Gewinne winken. Bei den meisten sind es die Spannung und der Spaß, die dahinterstecken. Tatsächlich ist Glücksspiel auch oft eine Sache der Persönlichkeit. Einige brennen für das Glücksspiel und laufen Gefahr, süchtig zu werden. Andere hingegen sind dem Spiel gänzlich abgeneigt.

Einige Menschen suchen immer nach neuen Herausforderungen. In einer milden Ausprägung dieses Persönlichkeitsmerkmals kann sich das in ständig wechselnden Hobbys äußern. In anderen Fällen greift man zu Extremsportarten. Und wieder andere spielen Glücksspiele.

Man spricht auch von Attention Seeking – hier wird das Gehirn getriggert, da das Belohnungszentrum aktiviert wird. Jede Gewinnausschüttung, die solche Menschen beim Glücksspiel erleben, wird vom Gehirn als eine Belohnung verbucht. Es handelt sich um eine sehr simple Form der Konditionierung. Dadurch fühlen sich Spieler für die Spannung beim Spiel belohnt.

Dabei spielt auch Dopamin – der sogenannte Glücksbotenstoff – eine wesentliche Rolle. Er sorgt dafür, dass das Verlangen nach einer Belohnung bei einem niedrigen Level gesteigert wird. Wirs dieses Bedürfnis schließlich befriedigt, schüttet der Körper Endorphine aus – also Glückshormone.

Die Psychologie des Glücksrads

Glücksspiel im Allgemeinen kann süchtig machen. Als besonders gefährlich gilt jedoch das Glücksrad. Doch worin besteht hierbei die besondere Suchtgefahr?

Glücksspiel kann aufgrund verschiedener Trigger süchtig machen. Diese Trigger können der Anblick eines Geldautomaten sein, die Musik, die abgespielt werden oder ein besonderer Geruch, den Spieler mit einem Glücksspiel verbinden. Bei Online-Glücksspielen sind es besonders die visuellen Reize. Die Symbole auf einem Glücksrad üben einen besonderen Reiz auf das Gehirn aus. Denn nicht überall werden die gleichen Symbole verwendet – bei einigen Verlosungen sind auch Geldbeträge auf den einzelnen Spalten angezeigt.

Das limbische System im Gehirn löst durch einen solchen Trigger ein Verlangen aus. Das Gehirn gibt nun den Befehl, dass das Verlangen gestillt werden muss.

Die Rolle der kognitiven Verzerrungen

Bei kognitiven Verzerrungen handelt es sich meist um voreingenommene kognitive Betrachtungen. Man spricht auch von einem übertriebenen Verallgemeinern. Diesem fehlerhaften Gedankengang folgt der menschliche Verstand, ohne dass Menschen es selbst bemerken. Eine Information wird auf fälschliche Weise verarbeitet, sodass die Realität anders wahrgenommen wird. In gewisser Weise ist man daraufhin emotional aufgewühlt. Solche Verzerrungen können entweder im Laufe der Zeit entstehen oder aber sie sind die Faktoren, warum es überhaupt zu einer Glücksspielsucht gehört.

Kognitive Verzerrungen werden oft als falsche Glaubenssätze definiert, aus denen eine dysfunktionale Gemütsverfassung resultiert. Pathologische Glücksspieler sind genau davon betroffen. Sie erkennt man daran, dass sie die Kontrolle über das Spielen nicht behalten. Denn auch wenn sich diese Personen der negativen Folgen bewusst sind, werden sie weiterspielen.

Folgende Verzerrungen gibt es bei pathologischen Glücksspielern:

  • Die Illusion der Kontrolle: Die Ergebnisse eines Spiels hängen vermeintlich mehr von der Aktivität selbst als vom Zufall ab.
  • Aberglaube: Das Tragen eines Glücksbringers oder das Ausführen eines Rituals helfen dabei, einen Sieg zu erringen.
  • Fixierung auf Erfolg: Ein Spieler misst seinen Erfolg, indem er seinen Verdienst betrachtet und die Verluste ignoriert.
  • Personifikation der Spielmaschinen: Gedanken wie „Die Maschine will mich verwirren, aber sie schafft es nicht, weil ich klüger bin.“

Auch beim Glückrad spielen kognitive Verzerrungen eine nicht unerhebliche Rolle. Alle der beschriebenen Verzerrungen können auch hier zutreffen.

Der Einfluss von Online Casinos

Aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung sind nicht mehr Casinos vor Ort die einzige Möglichkeit, Glücksspiele zu spielen. Im Internet gibt es eine Reihe an Online Casinos, in denen man Online-Glücksrad und andere Glücksspiele spielen kann. Spieler können von überall aus spielen: unterwegs, zu Hause und sonstwo. Auch die Zeit spielt keine Rolle: In Online Casinos kann man jederzeit spielen.

Genau das macht Gambling heute so beliebt, doch daraus ergeben sich auch potenzielle Gefahren. Sucht kann heute wesentlich schwieriger festgestellt werden. Die meisten, die Online Casinos besuchen, tun dies allein. Andere können sucht verdächtiges Verhalten nicht aufdecken und somit nicht einschreiten.

Vorbeugung und Behandlung von Suchtverhalten

Bei der Prävention von Glücksspielsucht unterscheidet man zwischen drei Kategorien von Maßnahmen:

  • primäre Prävention
  • sekundäre Prävention
  • tertiäre Prävention

Sie variieren je nach Schwere der Probleme. Primäre Prävention findet bei Menschen statt, die kaum bis gar nicht spielen. Es geht hier vorwiegend um Information und Aufklärung.

Sekundärpräventive Maßnahmen beinhalten Kontaktmöglichkeiten wie Telefon-Hotlines und andere Hilfseinrichtungen. Eine eingehende Beratung ist hier zielführend. Meist können hier nur noch professionelle Hilfsangebote dazu beitragen, die Spielsucht in den Griff zu bekommen.

Die tertiäre Prävention zielt auf pathologische Spieler ab, die abstinent oder genesen sind. Hier ist die Stabilisierung des Zustands relevant sowie eine Wiedereingliederung ins soziale Leben. Auch hier sind Therapiemaßnahmen sowie Selbsthilfegruppen relevant.

Fazit

Glücksspiel kann süchtig machen. Dies hört man oft, doch die psychologischen Faktoren, die dahinterstecken, sind den wenigsten bewusst. Aus diesem Grund sollte jeder, der Glücksspiele wie das Glücksrad spielen will, sollte sich daher der Risiken und Gefahren bewusst sein. Mit präventiven Maßnahmen lässt sich eine Sucht zudem effektiv vermeiden.

Bilder by Shutterstock

Von mdubach

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